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Riester-Rente: Diskussion nimmt kein Ende

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Die Riester -Rente polarisiert, wie kaum ein anderes Produkt im Bereich der Altersvorsorge. Neue Erkenntnisse fördert die Diskussion in der Regel nicht zutage und doch finden sich hier und da Artikel, in denen überraschende Perspektiven eingenommen werden.

Ein aktuelles Beispiel findet sich in der Zeitschrift Capital, die zum Glück direkt darauf hinweist, dass jeder Versicherte selbst entscheiden muss, ob sich die Riester- Vorsorge nun lohnt oder nicht. Im selben Atemzug wird dann auch gleich mit dem Vorurteil aufgeräumt, dass Riester nur etwas für Gutverdiener ist. Diese Vermutung war erst vor Kurzem nach einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung aufgestellt worden.

Ein wichtiger Aspekt, um Kosten und Nutzen der Riester -Rente zu beurteilen, liegt in der klaren Unterscheidung von Anspar- und Rentenphase. Selbiges gilt übrigens auch für die Rürup-Rente. In der Ansparphase werden staatliche Zulagen gezahlt und zudem Steuererleichterungen eingeräumt. Gutverdiener können bis zur Hälfte der eingezahlten Beiträge als Steuerersparnis wiederbekommen, Geringverdiener eine Förderung in ungefähr derselben Höhe kassieren.

Umgekehrt ist nicht immer klar, wie hoch die monatliche Auszahlung in der Rentenphase sein wird. In Niedrigzinsphasen kann einer Riester -Police nicht so viel erwirtschaften, dass später üppige Renten zu erwarten wären. Das liegt bereits in der Natur der Sache.

Entsprechend kann es sich lohnen, gleich mehrere Policen abzuschließen und das gesparte Kapital inklusive der Zulagen am Ende der Ansparphase in den Lukrativsten zu übertragen.

Geringverdiener sollte sich aus einem anderen Grund überlegen, ob sich die Riester- Rente lohnt. Sollte im Alter sowieso nur die Grundsicherung herausspringen, so werden die angesparten Beträge mit dieser verrechnet. Mit anderen Worten landet man beim selben Ergebnis und hat lediglich die Versicherung belohnt. Das aber auch nur, sofern die Konditionen für die Grundsicherung gleich bleiben.

Man sieht, dass eine Menge Überlegungen an dieser Form der Altersvorsorge hängen. Einige werden im zitierten und durchaus interessanten Artikel geleistet ….

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