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Riester-Rente: Bundesrat stoppt Reform

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Die geplante Reform der Riester-Rente lässt noch eine Weile auf sich warten. Ein entsprechender Entwurf für das Altersvorsorge-Verbesserungsgesetz ist mittlerweile an den Vermittlungsausschuss zwischen Bundestag und Bundesrat verwiesen worden.

Der Bundesrat bewertet zwar positiv, dass die Transparenz bei der Riester-Rente ansteigt. Auf der anderen Seite seien aber die Kosten für Abschluss und Verwaltung immer noch zu hoch.

Laut Fondsprofessionell.de liegen die Produktkosten für die Riester-Rente zwischen 1,6 und 2,5 Prozent der Zulagen und eingezahlten Beiträge. Die Idee der Förderungen ist nach Ansicht der Kritiker damit konterkariert. Interessant ist dabei, dass auch schon im Rahmen des Finanzausschusses des Bundestags über eine Begrenzung der Riester-Kosten diskutiert wurde und dieses Thema somit „auf der Agenda“ steht.

Ein weiterer Kritikpunkt durch den Bundesrat ist die aktuelle Regelung bei Wohn-Riester. Demnach würden Investitionen in Wohneigentum übermäßig bevorteilt. Zuletzt wurde im Rahmen des „Gesetzes zur Verbesserung der steuerlichen Förderung der privaten Altersvorsorge“ oder AltvVerbG angeprangert, dass die Aufwendungen für die Rürup-Rente mit nunmehr 24.000 Euro bzw. 48.000 Euro für Verheiratete angesetzt werden darf. Hierin sehen Kritiker eine Ungleichbehandlung gegenüber der gesetzlichen Rente.

Darüber, welche Gesetzesänderungen nun durch den Bundesrat kommt und welche nicht, darf vor allem im Wahljahr 2013 spekuliert werden. Es ist zu hoffen, dass sich die Parteien dennoch um einen Konsens bemühen und dieses wichtige Themen nicht wahltaktischem Kalkül opfern.

 

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