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Riester-Rente bald auch für Hartz IV-Bezieher?

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Eine Riester-Rente für Bezieher von Hartz-IV? Das klingt auf den ersten Blick erstaunlich. In der Tat plant ein Anbieter in diesen Markt einzutreten und verzichtet dabei sogar auf Vertriebskosten und Verwaltungsgebühren.

Nähere Informationen finden sich im Kölner Stadt-Anzeiger, der das  Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA)  als Anbieter nennt. Das Unternehmen gehört zur Deutschen Bank und rechnet vor, dass nur fünf Euro Beitrag im Monat ausreichen.

Demnach erhalten Hartz-IV-Empfänger mit einem Kind staatliche Zulagen von jährlich 454 Euro. Für einen Eigenbetrag von 2.260 Euro kommen so in 37 Jahren 12.600 Euro zusammen. Es fragt sich jedoch, inwieweit diese Leistungen nicht wieder mit den empfangenen Sozialleistungen verrechnet werden. So könnte es sich im schlimmsten Fall um eine Nullsummenspiel handeln, bei dem die Versicherten keinerlei Vorteil erzielen.

Derzeit nutzen 16,6 Millionen Menschen Riester-Verträge, um ihre Altersvorsorge aufzustocken. Attraktiv sind dabei sowohl die staatlichen Zuschüsse als auch die steuerlichen Vorteile. In aller Regel handelt es sich hierbei aber um Arbeitnehmer, die einen prozentualen Anteil ihres Einkommens zur Seite legen. Wer einmal kein Geld verdient, kann den Riester-Vertrag auch pausieren lassen.

Wie hoch die Nachfrage nach dem neuen Tarif am Ende sein wird, muss sich noch zeigen. Für manche Menschen ist selbst ein Betrag von fünf Euro viel Geld und möchte wohlüberlegt angelegt sein. Wenn die Vorteile am Ende sowieso wieder einkassiert werden, erscheint das neue Riester-Produkt wenig attraktiv.

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