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Riester-Rente: Sparen auch bei Arbeitlosigkeit sinnvoll

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Viel ist die Riester-Rente in der letzten Zeit kritisiert worden. Dabei handelt es sich um eine der wenigen Möglichkeiten, auch bei Arbeitslosigkeit weiter Altersvorsorge zu betreiben. Zudem ist ein Riester-Vertrag unter bestimmten Umständen auch pfändungssicher. Voraussetzung hierfür ist ein Antrag auf staatliche Förderung.

Wer angestellt arbeitet, der braucht lediglich vier Prozent seines Einkommens beiseite zu legen, um die volle staatliche Förderung zu erhalten. Diese kann bis zu 154 Euro zzgl. 185 Euro pro Kind bzw. 300 Euro für jedes Kind, das nach dem 31.12.2007 geboren wurde, betragen. Auch existiert ein Berufseinsteigerbonus in Höhe von 200 Euro für Vertragsabschlüsse von Unter-25-Jährigen. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Riester-Beiträge steuerlich geltend gemacht werden können.

Wie aber sieht es bei Arbeitlosigkeit aus? Einfach lässt sich die Frage bei Bezug von ALG I beantworten. Hier besteht eine Pflichtversicherung in der Deutschen Rentenversicherung und eine automatische Weiterzahlung der Zulagen. Für Bezieher von ALG II bzw. Hartz IV existiert eine Sonderregelung.  Zu bedenken ist dabei, dass ein Sockelbetrag in Höhe von fünf Euro monatlich eingezahlt werden muss.

Die Vorteile liegen auf der Hand. Seit der Gesetzesänderung im Jahr 2011 bekommen auch ALG II- Bezieher die volle staatliche Förderung und auch Minijobber können mit dabei sein. Hier ist jedoch die Einzahlung von knapp fünf Prozent der Bruttolohns in die gesetzliche Rentenkasse nachzuweisen.

Zu bedenken ist jedoch, dass die Riester-Renten nur dann Sinn macht, wenn man im Alter nicht in den Bereich der Grundsicherung fällt. Anderenfalls werden die erzielten Riester-Auszahlungen auf die Grundsicherung angerechnet und man steht im schlimmsten Fall mit leeren Händen da.

Für den Bezug von ALG II ist das Vorhandensein einer Riester-Rente aber unkritisch, da es sich hier weder um ein Vermögen noch um ein regelmäßiges EInkommen handelt.

 

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