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Riester-Rente: Allianz fordert höhere staatliche Förderung

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Die Riester-Rente steht und fällt mit der staatlichen Förderung. Anders ausgedrückt, empfehlen sich bei ausbleibender staatlicher Förderung (etwa, wenn man nicht angestellt ist), andere Formen der privaten Altersvorsorge. Doch reichen die staatlichen Zuschüsse in Zeiten geringer Zinsen überhaupt noch aus?

Die Allianz sieht dieses Thema kritisch und fordert höhere Zulagen. Wie T-Online berichtet, kritisierte Markus Rieß, Deutschland-Chef der Allianz, vor allem, dass die Zulagen für die Riester-Rente seit 2002 auf ein- und demselben Niveau dümpeln. Auf der anderen Seite ist aber das Lohnniveau gestiegen und um die Kaufkraftverhältnisse realistisch darzustellen, müssten die Zulagen um rund 30 Prozent ansteigen.

Das Thema wurde passend zum Koalitionsvertrag und dem Start der neuen Regierung vorgebracht und vermutlich spricht Rieß anderen Versichereren bzw. Anbietern einer Riester-Rente aus der Seele. Ob es hier jedoch zu einer branchenübergreifenden und ausformulierten Forderung kommt, wird sich zeigen.

Im Rahmen des Interviews sprach sich der Versicherungsexperte ebenfalls für flächendeckende Betriebsrenten für jeden Mitarbeiter eines Unternehmens aus. Aktuell können Arbeitnehmer zwar jederzeit eine solche Altersvorsorge einfordern, müssen dabei jedoch selbst aktiv werden.

Zuguterletzt unterstrich der Allianz-Chef auch, dass Lebensversicherungen nachwievor ein Eckpfeiler für die Altersvorsorge sind. Bedenkt man, dass Jahr für Jahr runde vier Prozent an fester Rendite gezahlt werden, lässt sich dieser Standpunkt gut nachvollziehen. Auf der anderen Seite steht der gesunkene Garantiezins von nur noch 1,75 Prozent, den Rieß zu Recht als „Herausforderung“ ansieht.

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