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Richtigstellung: PKV keineswegs „Krisengewinnler“ wegen Corona

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Die Private Krankenversicherung (PKV) muss sich in einer Fülle von Kontexten Vorwürfe anhören, die oftmals nicht einer genauen Prüfung standhalten. Dies gilt auch für die zuletzt erhobene Anschuldigung, die PKV hätte sich bei Corona aus der Verantwortung gestohlen und sei sogar ein „Krisengewinnler„.

Fakt ist hingegen, dass die PKV allein im ersten Halbjahr des Jahres 2020 Mehrausgaben in Höhe von 690 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr zu stemmen hat. Der PKV-Verband hat dies in einer Stellungnahme bekräftigt und antwortet damit indirekt auf die Forderung der SPD-Politikerin Bärbel Bas, die die Privaten Krankenversicherungen „stärker an Corona-Kosten beteiligen“ möchte.In dem Text heißt es unter anderem, dass die einzelnen Unternehmen der PKV deutlich mehr für Versicherungsleistungen ausgegeben haben. Zu Buche schlugen 14,34 Milliarden Euro, was einen Anstieg in Höhe von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet.

Fakt ist auch, dass die PKV deutlich höhere Zahlung an das Versicherungssystem leistet als es dem Anteil von nur zehn Prozent an der Gesamtzahl der Krankenversicherten in Deutschland entsprechen würde. Die PKV ist somit überproportional beteiligt, was sich belegen lässt.

Allein die Schutzausrüstung für Ärzte kostet die privaten Krankenversicherer 360 Millionen Euro und damit mehr als zehn Prozent Anteil. An den Rettungschirmen ist die PKV zu 98 Prozent beteiligt und nur dann nicht, wenn rechtliche Gründe zwingend dagegen stehen. An Wahlleistungen wurden 1,5 Milliarden Euro an die Krankenhäuser gezahlt, was im Falle eines Streichens der PKV wegfallen würde.

 

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