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Rentenversicherung: welche Kürzungen sind in der Auszahlung möglich?

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Wer eine private Rentenversicherung abgeschlossen hat, profitiert meist von einem zusätzlichen Betrag zur gesetzlichen Rente. Im Rahmen der anhaltenden Niedrigzinsen kann es jedoch zu sinkenden Auszahlungsbeträgen kommen. Hintergrund ist der Unterschied zwischen der verzinsten Monatsrente und der garantierten Rente.

Wie es im Nachrichtenmagazin Focus heißt, lassen sich private Policen auch noch während der Auszahlung kürzen. Betroffen waren im Jahr 2016 rund 80.000 Versicherte, wobei vor allem Verträge mit Garantiezinsen von mindestens 1,75 Prozent mit Kürzungen belegt wurden.

Hintergrund ist die Berechnung der monatlichen Rente, die sich aus der garantierten Rente sowie einer Überschussbeteiligung zusammenstellt. Letztere wird allerdings seit einigen Jahren nicht mehr erwirtschaftet, sodass Abstriche gemacht werden müssen. Andererseits genießen Inhaber einer alten Police noch die höheren Zinsen, die bis zu vier Prozent betragen können.

Wer eine Rente im Auszahlungsstadium besitzt, kann diese nicht mehr wechseln. Auch eine Kündigung lohnt sich nicht, da die Rückkaufwerte zu gering ausfallen. Manche Versicherer unterschreiten jedoch auch den Garantiezins, wogegen problemlos geklagt werden kann. Der Bund der Versicherten hat für diese Fälle bereits seine Unterstützung angekündigt.

In der Ansparphase sollte man den Vertrag möglichst halten. Das gilt vor allem dann, wenn die Garantiezinsen noch zwischen 3,25 und vier Prozent liegen (Policen, die zwischen 1994 und 2003 abgeschlossen wurden). Hinzu kommt, dass die Abschlusskosten der Policen immens hoch ausfielen und sich so gut wie keine sinnvolle Alternative finden lässt. Ggf. hilft der so genannte „Widerrufsjoker“, bei dem man sich auf fehlerhafte Widerrufsbelehrungen berufen und die Police rückabwickeln kann.

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