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Rentenversicherung: Riester sorgt für Stabilität

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Man mag zur Riester -Rente stehen, wie man will, doch folgt man dem Rentenversicherungs-Bericht 2015 des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS), so handelt es sich um ein probates Instrument, um das Sicherungsniveau auf einem Wert oberhalb von 50 Prozent zu stabilisieren.

Aus dem Bericht geht hervor, dass das Niveau bis 2030 auf die staatlich gesetzte Linie von 43 Prozent absinken wird. Dank der Riester -Rente soll es aber bis 2029 möglich sein, die fehlenden sieben Prozent abzufangen und einen höheren Wert zu erreichen. Hintergrund ist die Tatsache, dass es derzeit bereits 16,4 Millionen Riester- Kunden gibt.

Hinsichtlich der Rentenversicherungsbeiträge bleibt das BMAS ebenfalls innerhalb der ursprünglichen Kalkulation und erreicht eine Beitragsobergrenze von 20 Prozent bis 2020 bzw. von 22 Prozent im Jahr 2030.

Zugrunde gelegt wurden gleich neun Rechnungsmodelle, die jedoch allesamt keine schlechteren Ergebnisse zutage förderten. Wirft man jedoch einen Blick auf das Sicherungsniveau vor Steuern von 2008, so zeigen sich erhebliche Einbußen. Seinerzeit wurden noch 50,5 Prozent erreicht – und das ohne das Vorhandensein der Riester-Rente.

Im laufenden Jahr wird ein Sicherungsniveau in Höhe von 47,5 Prozent zugrundegelegt, was gemeinsam mit der Riester-Rente zu einem Wert von exakt 50 Prozent führt. Hintergrund für die solide Steigerung im Riester-Bereich ist die langjährige Verzinsung, mit der diese Form der Alterssicherung erst ihre Attraktivität erzielt.

Fakt ist aber, dass die gesetzliche Rente nach Ansicht des BMAS den Lebensstandard nicht sichern kann. Der legendäre Satz des damaligen Bundesarbeitsministers Norbert Blüm (CDU): „Die Rente ist sicher„, der sowohl 1986 als auch 1997 fiel, lässt sich heute also nicht mehr bedenkenlos unterschreiben.

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