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Rekordverdächtig: Fifa schließt Ausfall-Versicherung über 900 Millionen US-Dollar ab

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Eine Versicherungssumme in Höhe von 900 Millionen US-Dollar (bzw. 650 Millionen Euro) kommt nicht alle Tage vor. Der Ausfall einer Fußball-Weltmeisterschaft allerdings ebenfalls nicht. Entsprechend ist nicht verwunderlich, dass der Weltfußballverband Fifa eine entsprechende Police abgeschlossen hat.

Sport.de nennt in diesem Kontext sogleich die zahlreichen Proteste in Brasilien oder die noch nicht fertiggestellten Stadien und verbreitet wohligen Schauder. Des Weiteren ließen sich aber auch mögliche Naturkatastrophen oder Anschläge als Gefahrenquellen nennen. Die Fifa sieht das Risiko eines Totalausfalls jedoch gering und hat daher das „Stornorisiko“ nicht abgedeckt.

Versichert wurde allerdings gegen die Schäden, die durch eine Verschiebung entstehen. Zu denken ist hier beispielsweise an die TV-Rechte oder auch an das Verprellen möglicher Werbepartner.

Bereits bei der WM 2010 in Südafrika existierte eine entsprechende Police, die allerdings lediglich 290 Millionen Euro abdeckte. Brasilien scheint in den Augen der Fifa ein heißeres Pflaster zu sein, weswegen die Summe merklich in die Höhe geschossen ist. Versicherer ist übrigens der Konzern Munich Re. Bedenkt man, dass allein die TV-Rechte an der Großveranstaltung für 2,2 Milliarden Euro gehandelt wurden, so ist die Versicherungssumme eher noch niedrig angesetzt.

Ein Totalausfall der WM in Südafrika hätte runde fünf Milliarden Euro gekostet, wie der Branchenverband GDV erklärt. Inwieweit sich diese Zahl auch auf Brasilien übertragen lässt, bleibt indes offen.

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