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Reisezeit: Diebstahl aus dem Koffer meist nicht versichert

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Wer in den Urlaub fährt, sollte seinen Koffer unbedingt mit einem Schloss sichern. Anderenfalls könnte der Versicherungsschutz erlöschen, wie ein Urteil des Amtsgerichts Frankfurt am Main nahelegt. Die Richter vertreten die Auffassung, dass im heutigen Massenverkehr stets mit einem Diebstahl zu rechnen ist.

Unter dem AZ: 32 C 2211/14 (90) wird zudem die Möglichkeit eingeräumt, dass ein Gepäckstück verloren geht, wobei in diesem Fall größere Chancen auf einen Ersatz bestehen.

Anwaltsauskunft.de dokumentiert den zugrundeliegenden Fall, bei dem eine Frau den Verlust einer wertvollen Perlenkette aus ihrem Koffer bemerkt hatte. Einen Tag nach der Rückkehr aus dem Urlaub meldete sich die Versicherte bei ihrem Reisebüro, von wo sofort eine Anzeige bei der Versicherung erging. Diese verweigerte jedoch die Schadensregulierung und wies darauf hin, dass die Meldung zum einen nicht fristgerecht erfolgt sei, zum anderen eine Mitschuld an dem Diebstahl bestehe.

Seitens des Gerichts wurde der Versicherung in allen Punkten Recht gegeben. Eine reine Schadensmeldung über das Reisebüro, die noch dazu rein digital erfolgt war, reicht nicht aus und wer einen Koffer ohne Schloss verwendet, muss ohnehin mit einem Diebstahl rechnen. Laut Gericht handelte es sich um einen „groben Verstoß gegen die Sorgfalt in eigenen Angelegenheiten„.

Entsprechend empfiehlt sich, vor Abschluss einer Police exakt das Urlaubsszenario durchzusprechen und Wertgegenstände besser im Handgepäck oder direkt am Körper zu transportieren.

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