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Reiseveranstalter und Brexit: Politik soll für Versicherung sorgen

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Kann die Politik auch als eine Art Versicherung fungieren? Wenn es um Reiseveranstalter und die Abfederung möglicher Folgen des Brexit geht, lautet die Antwort offenbar „Ja“. Wie sonst ließe sich ein Antrag der Fraktion der Grünen im Bundestag erklären, in dem Vorkehrungen gegen eine mögliche Insolvenz gefordert werden.

Das „Handelsblatt“ präsentiert das Thema und weist darauf hin, dass seitens der Versicherungsbranche für den in Schieflage geratenen Reisekonzern Thomas Cook lediglich eine Summe in Höhe von 110 Millionen Euro abgedeckt ist. Das reicht offenbar nicht aus, um mögliche Schäden durch ausfallende Urlaube abzudecken, sodass die Grünen nun einen Bundestagsantrag zu einem „europaweit aufgestellten Tourismusunternehmen“ einreicht.

Gemeinhin wird vermutet, dass damit Thomas Cook gemeint ist, was auch damit zusammenhängt, dass das Unternehmen bereits Warnungen vor einem harten oder problematischen Brexit erhalten hat. Fakt ist, dass Thomas Cook auch hinter den deutschen Unternehmen Neckermann, Öger und Condor steht  und derzeit rund 389 Millionen Pfund Schulden hat, was mehr als 450 Millionen Euro entspricht.

Pauschalreisen sind normalerweise innerhalb der EU gegen Insolvenzen geschützt, doch steht dem die Deckelung auf 110 Millionen Euro entgegen. Ob sich die Grünen mit ihrem Antrag durchsetzen, ist derzeit nicht bekannt. Anderenfalls könnten bereits vorgenommene Anzahlungen schlichtweg verloren gehen …

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