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Reform: Lebenversicherer mit neuen Provisionsmodellen

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Das neue Lebensversicherungsreformgesetz (LVRG) hat nicht nur Auswirkungen auf die Versicherten, sondern bringt auch bei den Provisionen einige Veränderungen. Es ist jedoch davon auszugehen, dass deren Höhe unter dem Strich gleich bleibt.

Wie es im Versicherungsbote heißt, planen jedoch einige Versicherer eine Änderung des Abrechnungsmodells. Angedacht wird offensichtlich, die Dauer der Zahlungen auszudehnen und damit ein größeres Augenmerk auf nachhaltige Beratung zu legen. Mit anderen Worten profitiert ein Versicherungsmakler vor allem dann, wenn eine vermittelte Lebensversicherung möglichst lange gehalten wird.

Beschlossen ist, dass die so genannte Zillmerung (also die Verteilung der Abschlusskosten auf die Versicherungsjahre) mit maximal 25 Promille der Prämien angesetzt werden kann. Zuvor konnten die Vertriebs- und Abschlusskosten in den Bilanzen der Lebensversicherer noch mit vier Prozent angesetzt werden. Wenn die Provisionen jedoch gleich bleiben sollen, muss das Geld aus anderen Quellen fließen.

Angedacht wird dabei eine Erhöhung der so genannten Bestandsprovisionen. Diese werden jedoch nur dann gezahlt, wenn eine Versicherung bis zum Ende durchgehalten und nicht vorzeitig gekündigt wird. Die Änderung trägt auch dem gestiegenen Beratungsbedarf während der Laufzeit eines Lebensversicherung Rechnung. Konkret ist es so, dass mehr und mehr Menschen in flexiblere Altersvorsorgeprodukte wechseln und ein Versicherungsberater nicht nur vor dem Abschluss die Vorteile der Lebensversicherung herausstellen sollte.

Sowohl die Ergo als auch die Allianz planen eine derartige Verteilung der Provisionen – die meisten andere Versicherer dürften diesem Modell folgen.

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