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Rechtssprechung: wann kann ein Kind in der PKV versichert werden?

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Muss ich mein Kind gesetzlich versichern? Oder besteht die Möglichkeit einer privaten Krankenversicherung (PKV)? Und worin bestehen die Vor- und Nachteile der jeweiligen Lösungen? Nicht immer fallen die Antworten eindeutig aus.

Das Versicherungsjournal bringt ein wenig Ordnung in die Thematik und informiert darüber, dass die Pflichtversicherung in den gesetzlichen Krankenkassen automatisch eintritt, wenn beide Elternteile pflichtversichert sind. Selbiges gilt auch für den Fall, dass nur ein Elternteil pflichtversichert ist und das andere entweder keiner oder einer geringfügigen Beschäftigung nachgeht und somit über den Ehepartner versichert ist.

So weit, so einfach. Voraussetzung für die kostenlose Mitversicherung in den gesetzlichen Kassen ist jedoch ein maximales Einkommen in Höhe von 425 Euro monatlich. Bei Kindern bzw. Jugendlichen errechnet sich das Gesamteinkommen nicht nur aus Ferienjobs, sondern auch aus Miet- oder Zinserträgen und Renteneinkünften. Bei einem Minijob dürfen 450 Euro monatlich fließen.

Das Höchstalter für die Familienversicherung besteht im Abschluss des 25. Lebensjahres, solange sich das Kind noch in der Ausbildung befindet oder ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr ableistet. Ein Jahr Verlängerung springt dann heraus, wenn die Ausbildung aus den folgenden Gründen unterbrochen wurde: für den Freiwilligen Wehrdienst, die Tätigkeit als Entwicklungshelfer, den Freiwilligendienst wie Bundesfreiwilligen-Dienst, den Jugendfreiwilligen-Dienst oder einen vergleichbaren anerkannten Freiwilligendienst. Kinder mit Behinderung, die nicht selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen können, bleiben ein Leben lang familienversichert.

Die PKV nimmt Kinder immer dann auf, wenn eines der Elternteile mindestens drei Monate beim entsprechenden Versicherungsunternehmen versichert war. Bei unterschiedlichen Versicherungsformen besteht ein Wahlrecht, wobei die GKV Kinder mit einem Elternteil, das in der PKV versichert ist und mehr verdient als das gesetzlich versicherte Elternteil, lediglich als freiwillige Versicherte akzeptiert. Mit anderen Worten: es kostet Geld.

Umgekehrt besteht die Möglichkeit der Familienversicherung, wenn der gesetzlich versicherte Elternteil mehr verdient. Wahlweise ist aber immer auch die PKV für das Kind möglich.

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