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Quo vadis PKV? Experte geht von wenig Veränderungen aus

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Wie sieht die Zukunft der Privaten Krankenversicherung (PKV) aus? Diese Frage wird seit einiger Zeit immer wieder gestellt und unterschiedlich beantwortet. Axel Kleinlein, Aktuar und Vorstandssprecher beim Bund der Versicherten (BdV), sieht das Thema eher unaufgeregt und erwartet ein „weiter wie bisher“.

Im Versicherungsbote findet sich ein Gastbeitrag des Experten, der sich deutlich gegenüber den erklärten Gegnern aber auch den Lobbyisten der Branche abgrenzt. Fest steht, dass eine Bürgerversicherung nur schwer umsetzbar sein wird und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch das Verfassungsgericht in Karlsruhe beschäftigen wird.

Eine Abschaffung der PKV, die jedoch derzeit nicht in Sicht ist, würde wohl auch eine Klage durch den Bund der Versicherten nach sich ziehen, da die Altersrückstellungen nicht einfach so abgewickelt werden dürfen.

Ein Problem, dem sich die PKV gegenüber sieht, liegt bereits in ihrer Architektur. Lebensversicherungen, die ebenfalls unter dem niedrigen Zinsniveau leiden, können kurzerhand neue Produkte auf den Markt werfen. In einer PKV wird das Risiko einer Erkrankung abgesichert und krank werden die Versicherten unabhängig von den herrschenden Zinsen und Refinanzierungs-Konditionen. Zudem betreffen die neuen Tarife in der Lebensversicherung die ferne Zukunft, während die PKV bereits im „Hier und Jetzt“ handlungsfähig sein muss. In der Folge könnte es zu höheren Beiträgen kommen, die jedoch einen Vertrauensverlust mit sich bringen.

Kleinlein erwartet hier, dass sich sowohl die PKV – Anbieter als auch die Kritiker in der nächsten Zeit ruhig verhalten, Zitat: „Am besten kam die Versicherungswirtschaft durch solche Krisen immer durch Aussitzen.“ Mal schauen, wie lange das gut geht.

 

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