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Prognose: gesetzliche Krankenkasse wird deutlich teurer

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Befürworter der gesetzlichen Krankenkassen oder gar einer Bürgerversicherung dürften sich derzeit stark in der Defensive sehen. Der Grund: statt der oftmals vorausgesagten Steigerung der Beiträge in der Privaten Krankenversicherung (PKV) steigen nun die Zusatzbeiträge zur Krankenkasse. Und zwar offensichtlich in erheblichem Maße.

Das Thema schaffte es bereits auf die Titelseiten diverser News-Portale und wird unter anderem in der Berliner Morgenpost aufgegriffen. Eine Studie des Duisburger Gesundheitsökonomen Jürgen Wasem geht davon aus, dass sich die Zusatzbeiträge bis ins Jahr 2020 verdoppeln könnten. Der Grund: steigende Kosten im Gesundheitswesen.

Auf diese Weise könnte ein Fehlbetrag in Höhe von 36,7 Milliarden Euro zustandekommen, den die Krankenkassen kurzerhand von ihren Versicherten fordern dürfen. Nach aktuellem Stand werden zusätzlich 1,1 Prozent des Bruttoeinkommens gezahlt, laut Wasem sollen es in vier Jahren 2,4 Prozent sein, die noch einmal „on top“ kommen. Wohlgemerkt: die Steigerung der Beiträge geht nicht etwa mit besseren Leistungen oder kürzeren Wartezeiten einher.

Folgt man der Argumentation des SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach, so dürften die Kosten für das Gesundheitssystem sogar jährlich um acht bis zehn Prozent steigen. Es erscheint hier fraglich, ob die von der Bundesregierung geplante „Kostenbremse“ Abhilfe schafft.

Interessant ist jedoch, dass die Beiträge in der PKV meist stabil bleiben, während die gesetzlichen Kassen derzeit teurer werden.

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