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Private Krankenversicherung vor der Einführung des Notlagentarifs?

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Bereits vor rund zwei Wochen hatten wir uns hier im Rundumversicherungsblog dem so genannten Nichtzahlertarif in der PKV gewidmet. Jetzt hat auch das Bundesgesundheitsministerium reagiert und einen entsprechenden Gesetzesentwurf vorbereitet.

Mittlerweile ist nicht mehr vom „Nichtzahler-„, sondern vom Notlagentarif die Rede. Laut Versichungsjournal beinhaltet der Gesetzesentwurf sowohl Komponenten für die gesetzliche Krankenkasse als auch für die Private Krankenversicherung (PKV).

In den Gesetzlichen soll zunächst einmal der Säumniszuschlag für nicht gezahlte Beiträge von bislang fünf Prozent auf ein Prozent monatlich gesenkt werden. Die PKV wird mit einem Notlagentarif versehen, der sowohl einheitlich kalkuliert wird als auch einen einheitlichen Leistungskatalog erhält. Die Altersrückstellungen fungieren dabei als Beitragsreduzierer.

Hintergrund sind Außenstände von mehr als fünf Milliarden Euro in GKV und PKV. Dadurch, dass die GKV bei den Säumniszuschlägen in die Vollen geht, hat sich die Problematik noch erhöht.

Entsprechend begrüßt der PKV -Verband die Gesetzesvorlage und sieht darin ein probates Mittel, um hochverschuldeten Versicherten zu helfen. Der sprichwörtliche „Ball“ liegt nun im Feld der privaten Krankenversicherer. Hier müssen bald die neuen Tarife kalkuliert und angeboten werden.

Seitens der Linksfraktion wurde bereits protestiert und von einem neu geschaffenen „Gesundheitsprekariat“ gesprochen. Ob indes die Überführung der kompletten PKV in die geforderte Bürgerversicherung für steigende Beitragseinnahmen sorgt, möchte ich bezweifeln.

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