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Private Krankenversicherung: PKV wird nicht zusätzlich reglementiert

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Vor einigen Tagen hatte ich im Rundumversicherungsblog über den Antrag auf Abschaffung der PKV im Bundestag berichtet. Im selben Kontext hatte „Die Linke“ auch eine Kleine Anfrage gestellt.

Dass die PKV weiterhin bestehen bleibt, versteht sich von selbst. Interessant ist in diesem Kontext auch die Antwort auf die Kleine Anfrage, die unter anderem die staatliche Regulierung in der privaten Krankenversicherung betraf.

Wie die ÄrzteZeitung berichtet, besteht für die Regierung trotz der Absenkung des Rechnungszinses keinerlei regulativer Handlungsbedarf. So stellte Hartmut Koschyk, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesfinanzministerium in seiner Antwort fest, dass die PKV anders als die gesetzlichen Krankenversicherungen auf individuellen Vereinbarungen basieren. Dementsprechend kann es immer leichte Abweichung geben.

So weit, so bekannt. Zudem weist die Regierung aber nochmals darauf hin, dass sich das für die PKV konstitutive Prinzip grundsätzlich bewährt habe. Vor allem seit Einführung der Versicherungspflicht wurden auch für die PKV Mindestanforderungen formuliert, die ein vergleichbares Angebot zur GKV bereithalten. Mit anderen Worten bildet der Basistarif einer jeden PKV eine Art „Backup“ und springt dann ein, wenn die steigenden Beiträge nicht mehr bezahlt werden können.

Durch die Absenkung des Rechnungszinses können die Beiträge in der PKV um drei bis sechs Prozent ansteigen. Dieser Wert betrifft aber vor allem das Neugeschäft und nur in geringem Maße die Bestandskunden. Überdies bewirkt die Absenkung des Rechnungszinses eine bessere Absicherung im Alter, denn schließlich erhöhen sich auch die Kapitalerträge für die Versicherer.

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