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Private Krankenversicherung (PKV): was passiert bei Arbeitslosigkeit?

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Wer in einer Privaten Krankenversicherung (PKV) versichert ist und seinen Arbeitsplatz verliert, kann dadurch wieder unter die gesetzliche Versicherungspflicht fallen. Lediglich Personen im Alter von mehr als 55 Jahren bilden eine Ausnahme und auch diejenigen, die über fünf Jahre nicht gesetzlich krankenversichert waren, kommen nicht wieder zurück.

KV Fux schreibt über die Möglichkeiten eines Wechsels oder Verbleibs in der PKV und weist darauf hin, dass die Entscheidung während der gesamten Arbeitslosigkeit gilt. Erforderlich ist ein Antrag auf Befreiung von der Versicherungspflicht, der innerhalb von drei Monaten nach Beginn des Bezugs von Arbeitslosigkeit gestellt werden muss.

Der Antrag wird entweder bei der zuständigen Ortskrankenkasse oder bei der zuletzt zuständigen gesetzlichen Krankenversicherung gestellt werden. Es ist dabei jedoch darauf hinzuweisen, dass der Tarif der PKV erschwinglich bleiben sollte, da sich die Einnahmensituation bei Arbeitslosigkeit verschlechtert.

Sobald eine neue Beschäftigung aufgenommen wurde, kann wieder der vorherige Tarif der PKV gewählt werden und es ist hierzu keine erneute Gesundheitsprüfung erforderlich. Voraussetzung ist natürlich, dass das Gehalt oberhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) in Höhe von 60.750 Euro (2019) liegt.

Bei Bezug von ALG II kann die PKV nur dann behalten werden, wenn keine Möglichkeit einer Familienversicherung besteht. Bei einer GKV werden lediglich die Beiträge mit Zusatzbeitrag von maximal 0,9 Prozent übernommen, darüber hinaus muss der Versicherte in die eigene Tasche greifen.

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