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Prinzip der Gleichbehandlung in der PKV bleibt erhalten

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In der Privaten Krankenversicherung (PKV) soll es auch in Zukunft keine Ungleichbehandlung der Versicherten geben. Diese Auffassung vertritt zumindest ein hochrangiger Vertreter der Allianz, der damit auch Spekulationen über das Sammeln von Gesundheitsdaten und Boni für „gesundes“ Verhalten entgegentritt.

Im Versicherungsjournal wird das Thema aufgegriffen und aus einer Diskussions-Veranstaltung des Vereins zur Förderung der Versicherungs-Wissenschaft in Berlin e.V. zitiert. Es ging dabei um die Frage nach der Nutzung von „Big Data“ und personalisierte PKV-Tarife.

In der gesetzlichen Krankenversicherung werden bereits hier und da Boni für Wohlverhalten gezahlt, was die Versicherungsunternehmen jedoch ausschließen. Bemängelt wird in diesem Kontext vor allem die „Entsolidarisierung“ und die Einseitigkeit, mit der Prämien und Leistungen verändert würden.

Hinzu kommt, dass die Nutzung von erhobenen Daten in Deutschland durch eine Reihe von Gesetzen gedeckelt ist und seitens der Versicherungsaufsicht das Gebot der Gleichbehandlung herrscht. Zudem könne man bei der Nutzung bestimmter Technologie „nicht sicher sein, ob auch der PKV-Versicherte selbst oder jemand anders die App und das Wearable nutze.“ Mit anderen Worten besteht keine Sicherheit gegen Manipulationen.

Zuletzt ist eine PKV an die Risikoeinstufung zu Beginn des Tarifs gebunden und kann diese Einschätzung und die zugrundeliegenden Kriterien nicht kurzerhand über Bord werfen und nach Belieben verändern. Das Risiko, dass ein Nichtraucher plötzlich raucht oder ein sportlicher Mensch inaktiv ist, darf nicht den Versicherten aufgebürdet werden.

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