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PPI-Skandal: Vorsicht bei Restschuldversicherungen

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Der so genannte PPI-Skandal in Großbritannien ist nun schon ein paar Jahre her und doch lohnt sich ein Blick auf die damaligen Geschehnisse. Hinter der Abkürzung verbergen sichpayment protection insurances, also Restschuldversicherungen, die auch hierzulande zu haben sind.

In Großbritannien wurden diese Versicherungen unter anderem unter falschen Begründungen angeboten, sodass es zu erheblichen Rückzahlungen kam. Bis ins Jahr 2018 wurden auf der Insel mehr als 1,6 Millionen Beschwerden registriert, wie das Versicherungsmagazin berichtet.Der Schadenersatz beläuft sich bis jetzt auf 30 Milliarden Britische Pfund (knapp 34 Milliarden Euro), was wahrlich eine stolze Summe darstellt. In Deutschland haben die Versicherer nach Ansicht von Experten kaum reagiert und arbeiten im Bereich der Restschuldversicherung weiter mit Banken und Sparkassen zusammen. Das Problem: die BaFin legte im letzten Jahr eine Untersuchung vor, nach der auch die hierzulande verkauften PPI-Policen nicht immer lupenrein angeboten wurden.

Als zumindest zweifelhaft gilt in diesem Kontext der Vorteil für den Verbraucher, der wohl nicht immer gegeben war. Auch wurde festgestellt, dass die Banken als Nutznießer rund 50 Prozent der Prämie einkassierten.

Der Unterschied: in Großbritannien arbeitet die Finanzaufsicht FCA bereits an Aktionsplänen gegen ein verbraucherfeindliches Verhalten während hierzulande dergleichen noch nicht vorgesehen ist.

Es ist allerdings sowohl den Verbrauchern als auch Banken und Versicherern eine genaue Prüfung der angebotenen Policen zu empfehlen, denn auch hier kann es letztlich zu Klagen und Schadenersatzforderungen kommen.

 

 

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