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Positive Schadenentwicklung führt zu Rekordergebnis in der PKV

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Erneut können die Privaten Krankenversicherer (PKV) mit einem Rekordergebnis aufwarten. Im versicherungstechnischen Ergebnis zeigt sich die Branche derzeit so stark wie nie. Nichtsdestotrotz machen die niedrigen Zinsen zu schaffen.

Procontra-Online widmet sich diesem Thema und nimmt dabei Bezug auf die bekannte Ratingagentur Assekurata. Diese wertet auch die Abschlussschwäche im Bereich der Vollversicherungen als positiv und stellt die sinkenden Abschlusskosten in den Vordergrund. Angesichts der geringen Zinsen ist auch der geringere Druck, Geld am Kapitalmarkt anlegen zu müssen, eher als Vorteil zu sehen.

Problematisch erscheint jedoch, dass die Vorteile nur kurzfristig sind. Bleiben die Zinsen weiterhin so gering, so sind nach Meinung einiger Experten steigende Beiträge kaum noch zu vermeiden. Zwar existieren in der Kostenkalkulation Überschüsse, doch fällt es immer schwerer, durch mehr Effizienz die fehlenden Zinseinnahmen auszugleichen.

Der aktuariellen Unternehmenszins (AUZ) der meisten PKV -Anbieter ist nach Ansicht von Assekurata mittlerweile bei 3,5 Prozent angekommen, wodurch auch der Rechnungszins sinken könnte.

Ein weiterer Aspekt, der zu höheren Beiträgen führen könnte, ist die derzeitige Überarbeitung der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ), die sicherlich mit Verteuerungen bei den Behandlungskosten einhergehen wird.

Wohlgemerkt: noch gibt es keinen Grund zum Schwarzmalen und im Vergleich mit den gesetzlichen Krankenkassen steht die PKV wahrlich blendend da. Die meisten Aktuare und auch die Makler warnen jedoch vor der Zukunft und gehen mehrheitlich nicht von einer Verbesserung der Geschäftssituation aus.

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