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PKV: würde Bürgerversicherung die Unternehmen entlasten?

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In der derzeitigen Diskussion gilt die Bürgerversicherung als der „Tod“ der Privaten Krankenversicherungen (PKV). Eine neue Studie geht derweil davon aus, dass die Bürgerversicherung eher für eine Entlastung der Privaten führt. Und zwar um rund 40 Prozent.

RP Online berichtet über die Berechnungen, die vom Kieler Institut für Mikrodaten stammen. Es wird dabei davon ausgegangen, dass die Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung um 1,5 Prozent ansteigen müssten, sofern die Pro-Kopf- Gesamtausgaben und die Einnahmensituation in beiden Versicherungsbereichen gleich bleiben sollen.

Die Basis für die Berechnung bilden die Daten des Bundesversicherungsamts für die GKV und der Finanzaufsicht Bafin für die PKV. Offensichtlich sind die finanziellen Risiken für gesetzlich Versicherte deutlich höher als für die PKV- Kunden. Letztere würden erheblich entlastet und zudem würden Altersrückstellungen in Höhe von 210 Milliarden Euro nicht mehr benötigt.

Das Problem an dieser Berechnung ist allerdings, dass kein konkretes Modell für die Einführung einer Bürgerversicherung zugrunde gelegt wird. Mit anderen Worten ist nicht zu erwarten, dass die Ausgaben- und Einnahmen-Situation in GKV und PKV gleich bleiben. Angestrebt wird oftmals eher eine Abwicklung der privaten Krankenversicherungen, was dann auch dazu führen würde, dass die Altersrückstellungen der neu geschaffenen Bürgerversicherung zufließen.

Neben diversen rechtlichen Hürden mangelt es aktuell auch noch an einem einheitlichen Konzept, wie der Wechsel zu einer neuen Versicherungsform bewerkstelligt werden soll. Des Weiteren müsste es hierfür erst einmal zu einem Regierungswechsel kommen, was nach aktuellen Prognosen ebenfalls nicht zu erwarten ist.

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