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PKV wendet sich gegen Notdienstpauschale der Apotheken

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Die Private Krankenversicherung (PKV) bzw. der Verband der Privaten Krankenversicherung engagiert sich auch abseits des Versicherungsschutzes für gesundheitspolitische Themen. Ein Beispiel ist die Stellungnahme zur neuen Notdienstpauschale der Apotheken.

Die Deutsche Apotheker Zeitschrift berichtet über die Stellungnahme des Verbandes im Vorfeld der ANSG-Anhörung im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages.

Konkret bemängelt der PKV -Verband die Zahlung einer pauschalen Gebühr in Höhe von 0,16  Euro, die lediglich die Dienstbereitschaft honoriert. Besser wäre nach Ansicht der PKV, wenn nach dem Dienstleisterprinzip auch nur tatsächlich erbrachte Leistungen vergütet würden. Hinzu kommt, dass die Aufrechterhaltung der Notversorgung zu den originären Aufgaben einer Apotheke gehört. Dass die Finanzierung nun von den Versicherten und den jeweiligen Versicherungen erbracht werden soll, ist in diesem Kontext der falsche Weg.

Hinzu kommt, dass die Planungen neben der pauschalen Notdienstvergütung auch noch der Zuschlag nach § 6 AMPreisV gezahlt werden muss. Wer also im Notfall eine Apotheke ansteuert, bezahlt doppelt.

Angedacht ist ein pauschaler Obolus in Höhe von 16 Cent „zur Förderung der Sicherstellung des Notdienstes“. Die Höhe der Summe wurde allerdings nach Angaben des PKV -Verbands bislang nicht begründet, weswegen sich auch deren Berechtigung nicht untersuchen lässt.

Wie viel Gewicht die Eingabe der Privaten Krankenversicherungen haben wird, zeigt dann die ANSG-Anhörung. Die gesetzlichen Krankenkasse sind bereits auf derselben Linie wie die PKV und fordert anstelle einer Belastung der Kassen und Versicherungen den Zuschlag beim Großhandel anzusetzen.

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