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PKV: weiter Streit um die Form der Wechselberatung

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Der Wechsel zu einer anderen Privaten Krankenversicherung (PKV) oder in einen anderen Tarif ist seit einigen Jahren möglich und kann sich auch lohnen. Das Problem ist jedoch, dass hinsichtlich der Beratung noch keine einheitlichen Modelle existieren. Entsprechend finden sich Artikel mit der Überschrift „PKV-Wechsel: Beratung muss seriös bleiben„.

Was wie eine Selbstverständlichkeit klingt, wird bei Procontra Online berechtigterweise noch einmal hervorgehoben. Verbraucherschützer wünschen ein einheitliches Honorarmodell, die Gerichte halten bislang dagegen und geben Versicherungsberatern mehr Freiheit. Doch wie wird diese (aus-)genutzt?

Als problematisch und bereits vor Gericht verhandelt gilt die Tarifwechselberatung mit Erfolgshonorar. Auf den ersten Blick wirkt dieses Modell seriös, denn schließlich müssen KundInnen nur dann zahlen, wenn tatsächlich eine Ersparnis erreicht wird. Manche Berater verlangen hierfür 60 Prozent der jährlichen Ersparnis zzgl. Umsatzsteuer.

Laut OLG München handelt es sich hierbei um eine klassische Versicherungsvermittlung, die keine spätere Betreuung nach sich ziehen muss. Wohlgemerkt: Statistiken sprechen von einer Bruttoersparnis zwischen 21 und 59 Prozent durch einen Tarifwechsel und doch besteht das Risiko, dass ein Tarif ausschließlich nach preislichen Kriterien ausgewählt wird. Hinzu kommt, dass auch im PKV-Bereich aktuell noch mit „Lockangeboten“ gearbeitet wird und die Tarife schnell teurer werden.

Welches Modell beim Tarifwechsel das Beste ist, lässt sich nur schwer sagen, denn manche Versicherungsmakler, die ganz klassisch mit Bestandsprovisionen arbeiten, haben nicht jede Versicherung im Portfolio und somit mitunter eine eingeschränkte Auswahl. Es bleibt also schwierig, zumal die Gerichte die derzeitige Bandbreite stützen.

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