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PKV: Vorsicht vor Tarifoptimierern

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In der Privaten Krankenversicherung (PKV) kann es immer wieder vorkommen, dass die Tarife ansteigen. Manche Versicherte nehmen dies zum Anlass, um so genannte „Tarifoptimierer“ zu kontaktieren. In der Branche tummeln sich jedoch einige „schwarze Schafe“. 

Der Focus berichtet in diesem Kontext über „Abzocke“ und warnt explizit vor falscher Beratung. In den meisten Fällen werden PKV -Kunden von den Tarifoptimierern kontaktiert und es werden keineswegs bessere Tarife angeboten. Augenscheinlich günstigere Tarife werden dabei durch den Verzicht auf Leistungen oder die Zustimmung zum „Primärarztprinzip“ erkauft.

Darüber hinaus sind einige der günstigen Tarife durch geringe Beitragsstabilität gekennzeichnet. Mit anderen Worten zahlt man zunächst etwas weniger für geringere Leistungen, muss dann jedoch Preiserhöhungen hinnehmen. Der Versicherungsmakler, der in diesem Fall als Tarifoptimierer aufgetreten ist, kassiert das acht- bis zwölffache der Ersparnis als Provision, steht allerdings nicht in der Haftung.

Ein weiterer Aspekt der vielfach schlechten Beratung besteht darin, dass günstige Tarife schlichtweg verschwiegen werden. In einem Fall ist ein Kunde dann nach eigener Recherche doch in einen solchen Tarif gewechselt, sollte dann aber die Kosten für die – sinnlose – Beratung übernehmen.

Grundsätzlich kann auch in der Privaten Krankenversicherung (PKV) ein Tarifwechsel sinnvoll sein. Man verliert in diesem Fall jedoch die Altersrückstellungen, das Recht auf den Standardtarif, muss eine Wechselgebühr entrichten und hat nur noch Unisex-Tarife zur Verfügung, was für männliche Versicherte einen Nachteil bedeutet.

Es empfiehlt sich daher, genau die Vor- und Nachteile zu prüfen und sich an einen seriösen Versicherungsberater zu wenden.

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