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PKV: Vorschlag der SPD stößt auf Kritik

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Nachdem sich die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung vor ein paar Tagen eindeutig zugunsten der Einführung einer Bürgerversicherung positioniert hat, wurde nun Kritik seitens des PKV -Verbands laut. Diese geht sogar so weit, dass vor „verheerenden Folgen“ gewarnt wird.

Bei Versicherungswirtschaft heute heißt es zu diesem Thema, dass nach Ansicht der PKV keinerlei Vorteile durch die Umsetzung der SPD-Pläne entstünden. Die Sozialdemokraten erwägen die Einführung der Bürgerversicherung zu einer Bedingung für die Unterzeichnung eines Koalitionsvertrags zu machen, was auch eine Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze zur Folge hätte.

Folgt man der Argumentation der PKV, so würden sich die Krankenkassenbeiträge für Arbeitgeber um 46,3 Prozent erhöhen und damit vor allem kleine und mittlere Unternehmen in die Bredouille bringen. Ebenfalls betroffen wären natürlich auch die Arbeitnehmer, die unter den höheren Kosten für die Gesundheitsversorgung zu leiden hätten.

Umgekehrt würden jeder Arztpraxis im Schnitt 49.000 Euro entgehen, wenn die Private Krankenversicherung (PKV) zugunsten einer Bürgerversicherung abgeschafft würde. Das Geld stünde dann weder für Personal noch für neue Technologie zur Verfügung, was ebenfalls eine Verschlechterung der medizinischen Versorgungsqualität bedeutete.

Nach Ansicht des PKV-Verbands gleichen die Pläne der Opposition einer „Operation am offenen Herzen bei einem gesunden Patienten“ und werden entsprechend sogar als „gefährlich“ eingestuft. Da es sich bislang lediglich um eine Idee eines SPD-nahen Instituts handelt, darf man gespannt sein, in welchem Wortlaut das Thema letztlich ins Wahlprogramm einzieht. Wenn das überhaupt der Fall ist …

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