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PKV: Vorschläge für geänderte Verfahren bei Beitragsanpassung

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Die Beitragsanpassungen in der Privaten Krankenversicherung (PKV) sind in der Vergangenheit immer wieder in die Kritik geraten. Dabei geht es vor allem um die auslösenden Faktoren und deren Berechnung. Das Problem besteht darin, dass Erhöhungen oftmals erst spät erfolgen, dafür jedoch gleich ins Geld gehen. Entsprechend wird vielerorts eine langsamere und kontinuierliche Beitragsentwicklung gefordert.

Das Versicherungsjournal liefert nun zwei Vorschläge aus den Reihen der Aktuarvereinigung, mit denen sich dieser offensichtliche Missstand beseitigen lässt. Festgestellt wird zunächst, dass vor allem die niedrigen Zinsen für die Entwicklung verantwortlich sind, da die Versicherungen nicht mehr ausreichend Rücklagen erwirtschaften können.

Derzeit werden der „Auslösende Faktor Schaden“ und der „Auslösende Faktor Sterblichkeit“ herangezogen und mit fünf bzw. zehn Prozent gewertet. Es besteht jedoch die Möglichkeit, per Vertrag einen niedrigeren Schwellenwert zu vereinbaren. Wenn beide Faktoren bei einer Prüfung innerhalb des Schwellenwertes liegen, so darf keine Beitragsanpassung vorgenommen werden. Anderenfalls wird jedoch auch der Rechnungszins in die Berechnung einbezogen und dieser hat einen maßgeblichen Einfluss – vor allem aufgrund des hohen Sparanteils in der Pflegeversicherung.

Die Aktuare schlagen hingegen vor, dass Nettoprämien berechnet werden und die Rechnungsgrundlagen verändert bzw. aktualisiert werden sollen. Bei zu starker Abweichung ist eine Überprüfung der Beiträge angemessen.

Ebenfalls wird angedacht, dass noch weitere Faktoren als Rechnungsgrundlage zugelassen werden, was vor allem den Rechnungszins betrifft und auch die Multiplikation der Faktoren Sterblichkeit und Schaden stellt eine Möglichkeit dar.

Grundsätzlich sind die Aktuare jedoch darin einig, dass ein einheitlicher Schwellenwert in Höhe von fünf Prozent festgehalten werden sollte.

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