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PKV: von Tarifen, Reserven und Neukunden

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„Vor der Wahl“ scheint derzeit ein klein wenig „nach der Wahl“ zu sein. Wie sonst ließe sich erklären, dass immer wieder vermeintlich reißerische Artikel gegen die PKV erscheinen. Wenngleich es sich im Fall der Kosten für einen Neukunden wohl eher um Fakten handelt.

6.294 Euro muss eine Private Krankenversicherung (PKV) im Schnitt für einen Neukunden ausgeben. Die Rheinische Post rechnet seltsamerweise vor, dass von diesem Betrag ein gesetzlich Versicherter über den Zeitraum von zweieinhalb Jahren versorgt werden kann. Unabhängig von der Frage nach der Aussagekraft, entspräche dies einer Summe von 209,80 Euro im Monat, die natürlich zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber aufgeteilt werden. Bei derzeit 15,5 Prozent gesetzlichem Satz komme ich auf ein zugrundegelegtes Bruttoeinkommen von 1.353 Euro. Ein Schelm, wer angesichts dieser Rechnung Böses denkt ….

Ebenfalls erstaunlich ist ein Artikel bei 02elf. Auch hier geht es um Geld und die Vermutung, dass mehr als zwei Millionen PKV -Kunden zu hohe Beiträge bezahlen. Angesichts von rund neun Millionen Versicherten entspräche dies einem Prozentsatz von 22,2 Prozent. Zudem wird behauptet, dass die privaten Krankenversicherungen auf diese Weise Mehreinnahmen in Höhe von jährlich runden fünf Milliarden Euro generieren.

Gewiss mag es Einzelfälle geben, in denen keine Anpassung an den aktuellen Neukundentarif stattfindet. Auf der anderen Seite liegt die Beschwerdequote über die PKV Jahr für Jahr im Promillebereich und kaum eine andere Branche weist eine solche Zufriedenheit auf. Wie passt dann diese „Schätzung“ mit den offiziellen Zahlen des PKV-Ombudsmannes zusammen?

Beide zitierten Artikel zeigen, dass Kritik an der Privaten Krankenversicherung (PKV) auch in Nach-Wahlkampfzeiten mit Vorsicht zu genießen ist. Einen Reformbedarf sehen auch die einzelnen Versicherer. Schräge Vergleiche oder unseriöse Schätzungen dienen jedoch nicht den Zwecken der Verbraucher ….

 

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