Rundum Versicherungsblog

Schadensregulierung, Berufsunfähigkeit und PKV News

PKV: vom richtigen Umgang mit rückwirkenden Kündigungen

| Keine Kommentare

Wer gegenüber einer Privaten Krankenversicherung (PKV) unrichtige Angaben macht, muss im schlimmsten Fall mit einer rückwirkenden Kündigung rechnen. Selbiges gilt auch bei Anfechtungen oder rückwirkenden Risikozuschlägen, wobei §19 VVG zur Anwendung kommt.

„Das Investment „greift das Thema aus der Perspektive von Versicherungsberatern auf und berichtet auch darüber, dass Versicherungsunternehmen gleichsam „einen Schritt zurück“ unternehmen und die Zahlung eingereichter Rechnungen verweigern. Dies geschieht unabhängig davon, ob bereits Beiträge in die PKV eingezahlt wurden.

Kunden können sich gegen diese Vorgehensweise wehren, sofern keine vorvertragliche Anzeigepflichtverletzung begangen wurde. Wichtig ist dabei, dass ärztliche Unterlagen besorgt werden und keinerlei Entbindung von der Schweigepflicht erfolgt. Besser ist es, wenn die Krankenakten und Unterlagen eigenhändig geprüft und bei der PKV eingereicht werden, um korrektes Verhalten zu dokumentieren.

Bei Verstößen gegen die Anzeigepflicht kommt es auf das Verhandlungsgeschick und die Haltung der PKV an. Bei vermeintlichen „Kleinigkeiten“ kann ein Versicherungsberater manchmal ein Weiterbestehen des Vertrags erwirken. Immerhin existiert in Deutschland Versicherungspflicht, sodass ein kompletter Rausschmiss aus der PKV nicht ohne Weiteres möglich ist. Mit anderen Worten besteht der „worst case“ darin, dass in den Basistarif gewechselt werden muss.

Den entsprechenden Antrag sollte man jedoch bei einer anderen Privaten Krankenversicherung stellen, denn das Unternehmen, dass den Vertrag gekündigt hat, ist zu keiner Weiterführung verpflichtet.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.