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PKV versus Krankenkasse: Gewinne auf Kosten der Alten und Kranken?

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Im Vergleich zwischen den gesetzlichen Krankenkassen und der PKV wird immer wieder der Begriff der „Gerechtigkeit“ verwendet. Dabei könnte der Eindruck entstehen, dass die GKV die Rolle der „Guten“ übernimmt und eine PKV lediglich junge und gesunde Versicherte aufnimmt.

Ist das wirklich so? Der Bericht des Bundesversicherungsamts spricht eine andere Sprache. Wie im Tagesspiegel zitiert wird, werden Ältere von einigen Krankenkassen schlichtweg abgelehnt. Zudem wird vielen Vertrieblern keine Prämie für das Anwerben einkommensschwacher oder kranker Versicherter gezahlt.

Auch zeigte sich, dass es zur gängigen Praxis bei den gesetzlichen Krankenkassen gehört, dass Prämien zurückgezahlt werden müssen, wenn ein Neumitglied zu hohe Kosten verursacht. Vom viel beschworenen  Solidarprinzip keine Spur.

Vor diesem Hintergrund nimmt auch nicht wunder, dass die Krankenkassen laut einem Bericht im „Spiegel“ allein im ersten Halbjahr 2013 einen Überschuss in Höhe von 1,2 Milliarden Euro erwirtschaftet haben. Die Rücklagen im Gesundheitssystem und im Gesundheitsfonds belaufen sich nunmehr auf 29 Milliarden Euro.

Cui Bono? ließe sich da fragen. Wer profitiert von den dicken Geldpolstern? Die Versicherten vermutlich nicht, denn wie sonst ließe sich erklären, dass das Bundesversicherungsamts solche Ungleichgewichte feststellt? Dabei auf den Wettbewerb zu verweisen, ist eher problematisch, denn schließlich erhalten die gesetzlichen Krankenkassen allesamt dieselben Beiträge in Höhe von 15,5 Prozent des Bruttoeinkommens und werden zudem durch den seit 1994 existierenden Risikostrukturausgleich abgesichert.

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