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PKV: Versicherungen senken den Rechnungszins

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Die wenigsten Versicherten einer Privaten Krankenversicherung (PKV) werden etwas mit dem Begriff „Rechnungszins“ anzufangen wissen. Dabei handelt es sich hier um eine durchaus relevante Größe, die sich auch auf die Beitragsentwicklung auswirken kann.

Konkret könnte sich die aktuelle Senkung des Rechnungszinses bereits im kommenden Jahr in höheren Beiträgen zur PKV niederschlagen. Die Versicherungen trifft dabei jedoch keine Schuld, denn schließlich werden die Zinsen lediglich entsprechend des aktuellen Zinsniveaus weitergegeben.

Der Rechnungszins bezieht sich auf die Altersrückstellungen, die in nahezu jedem PKV -Vertrag eine Rolle spielen. Hier legen die Versicherungen Geld ihrer Versicherten zurück und halten damit die Beiträge auch mit steigendem Alter stabil. Die aktuell gegebene Verzinsung der meisten Unternehmen liegt bei mindestens 3,5 Prozent, wovon die Versicherten eine jährliche Gutschrift in Höhe von 1,75 Prozent erhalten.

So weit, so attraktiv. Das Problem besteht nun darin, dass die Zinsen am Geldmarkt im Keller sind und demnach auch die Privaten Krankenversicherer nicht über ihre Verhältnisse wirtschaften können. So kommt es, wie es kommen muss und sowohl Central, Debeka als auch DKV planen eine Absenkung des Mindestzinses auf 2,75 Prozent.

Laut Cecu.de werden die anderen Versicherer jedoch mitziehen und so planen auch ARAG, Continentale, Hallesche, HUK-Coburg, Süddeutsche Krankenversicherung und die UKV sowie die Allianz und die Axa einen geringeren Rechnungszins. Vermutlich wird dieser Schritt branchenweit umgesetzt, sodass flächendeckende Beitragssteigerungen zu erwarten sind.

Schätzungen zufolge, könnten sich diese in einer Größenordnung von 7,5 Prozent bewegen. Für 2013 greifen die Änderungen jedoch noch nicht und werden für Bestandskunden in der PKV erst mit dem Jahreswechsel 2013/2014 fällig.

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