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PKV: Versicherer vielfach mit genaueren Prüfungen

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Gerade erst ist die aktuelle Statistik des Ombudsmanns für die Private Krankenversicherung (PKV) veröffentlicht worden. Neben der Feststellung, dass deutlich weniger Beschwerden als im Vorjahr eingingen, zeigt sich aber auch, dass die Versicherer kritischer mit der Anspruchsprüfung umgehen.

Die Ärzte Zeitung berichtet über einzelne Fälle, in denen eine Private Krankenversicherung Zahlungen verweigert oder eingeschränkt hatte, da seitens von Pflegediensten oder aus anderen medizinischen Bereichen keine ausreichenden Leistungsnachweise vorgelegt wurden. Im zitierten Fall hatte der Ombudsmann den klagenden Eltern eines schwerkranken Kindes Recht gegeben, doch zeigt sich die neue Strenge der Versicherungen auch in den Zahlen.

Mit 22,7 Prozent rangierten unterschiedliche Ansichten über die Notwendigkeit von Behandlungsmaßnahmen an erster Stelle der Streitfälle. Im Jahr 2012 waren es noch 19,5 Prozent. Darüber, ob dies –wie im Artikel behauptet–  zwingend mit dem Kostendruck bei der PKV zu tun hat, ließe sich indes streiten. Fakt ist auch, dass Auseinandersetzungen über die richtige Auslegung der Gebührenordnungen für Ärzte und Zahnärzte mit nunmehr 14,6 Prozent Anteil gegenüber den 16,3 Prozent der Vorjahres zurückgegangen sind.

Dass die Versicherer zunehmend die Rechtmäßigkeit von Ansprüchen prüfen, kommt zudem der Gesamtheit der Versicherten zugute. Zwar lassen sich nicht alle eingereichten Belege genau unter die Lupe nehmen, doch finden sich auch unter den Ärzten immer wieder „schwarze Schafe“, die zu viel abrechnen. Gelingt es einer PKV, dieses Problem einzudämmen, so dienen die Mehreinnahmen letztlich dem Wohl der Kunden.

 

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