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PKV -Vermittlung: Debeka unter Bestechungsverdacht

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Es ist ein veritabler Skandal – zumindest, wenn sich die Vorwürfe gegen die Debeka bestätigen. Um Private Krankenversicherungen (PKV) zu verkaufen, soll das Unternehmen einige Beamte bestochen haben. Im Jahr 2010 kam es bereits zu einer Verurteilung vor dem Amtsgericht Tübingen.

Seinerzeit hatte – laut Handelsblatt – ein Organisationsleiter einer Debeka-Geschäftsstelle in Baden-Württemberg von einem Mitarbeiter des Tübinger Regierungspräsidiums Adressen von angehenden Beamten erhalten. Hierüber wurde eine Vereinbarung getroffen, nach der der Adresslieferant insgesamt 16.000 Euro kassierte.

Die Adressen wurde dann dafür genutzt, gezielte PKV -Angebote an angehende Lehrer zu vermitteln. Die Debeka weiß von diesen Fällen, spricht jedoch immer noch über „einige Fälle in den 1980er- und 1990er-Jahren“. Dass der Fall jedoch weitreichender ist, beweisen aktuelle Ermittlungen. Die Rhein-Zeitung schreibt darüber, dass verschiedene Referendare über Kontaktaufnahmen wegen einer PKV berichteten und sich dabei fragten, woher die Debeka die Informationen und Adressen hat.

Im Studienseminar Westerburg soll es am 1. August 2013 sogar so weit gegangen sein, dass vor der Vereidigung eine Liste mit Namen abgehakt und gezielt nach dem Vorhandensein einer PKV gefragt wurde. Die Mitarbeiter des Versicherungsunternehmens wussten teilweise sogar schon die Schulen, an denen die frischgebackenen Lehrer eingesetzt werden sollten.

Wohlgemerkt: noch handelt es sich – bis auf den Fall in Tübingen – um Gerüchte und Vermutungen. Es ist jedoch davon auszugehen, dass auch hier die Staatsanwaltschaft ihre Arbeit aufnimmt. Im zitierten Artikel ist bereits von einem möglichen Korruptionsskandal die Rede.

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