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PKV -Verband und Finanztest uneinig über Pflege-Bahr

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Der so genannte „Pflege-Bahr“ sorgt weiter für Zündstoff. Aktuell ärgert sich der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) über die sehr einseitige Verurteilung bei Finanztest. Hier wurden die staatlich geförderten Pflegeversicherungen als nicht ausreichend angesehen.

Das mag für die untersuchten Beispiele weitgehend zutreffen, doch hat Finanztest lediglich mit „Modellkunden“ gearbeitet, die bereits 45, 55 und 65 Jahre alt sind. Das berichtet auch die Deutsche Apotheker Zeitschrift, die das Thema aufgreift.

Hätte Finanztest auch jüngere Kunden einbezogen, hätte sich nach Ansicht des PKV -Verbands ein anderes Bild ergeben. Wer im Alter zwischen 25 und 35 Jahren auf die zusätzliche Versicherung setzt, sichert bereits mit dem Mindestbeitrag von zehn Euro im Monat zzgl. der staatlichen Förderung in Höhe von fünf Euro die Kosten für die Pflegestufe III.

Ebenfalls hat Finanztest nicht erwähnt, dass es jedem Vertragsinhaber frei steht, seine Pflegezusatzversicherung zu erweitern und die Lücke bis zur vollen Absicherung der Pflegestufe III zu überwinden. Mit anderen Worten sieht der PKV -Verband in der Pflege-Bahr-Maßnahme einen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit, während Finanztest abrät.

Getestet wurden 17 Pflegetagegeldversicherungen mit staatlicher Förderung sowie 23 nicht geförderte Pflegeversicherungen. Keine der Versicherungen konnte überzeugen. Interessant wäre dabei, welches Ergebnis die Tester mit anderen Kriterien erreicht hätten. Wer beispielsweise jünger als 45 Jahre ist, wird sich vermutlich nicht wiederfinden und nichts von dem Test haben.

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