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PKV -Verband fordert Senkung der Versicherungspflichtgrenze

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Allmählich gewinnt die politische Diskussion um die Private Krankenversicherung (PKV) an zusätzlicher Dynamik. Der neue Chef des PKV -Verbands, Uwe Laue, hat nun eine deutliche Senkung der Versicherungspflichtsgrenze gefordert. Und weist darauf hin, dass die Bürgerversicherung eine Verschlechterung der Gesundheitsversorgung bedeutet.

Dokumentiert wird die derzeitige Diskussion unter anderem im „Spiegel„. Demnach äußert Laue die Einschätzung, dass die gesetzliche Krankenversicherung „nur für besonders Schutzbedürftige“ eingeführt wurde. Würde dieser ursprüngliche Zweck auch heute noch gelten, so ließe sich das nicht mit mehr als 90 Prozent der Versicherten vereinbaren.

Bedenkt man, dass das Durchschnittseinkommen derzeit bei mehr als 40.000 Euro liegt, so erscheint eine Versicherungspflichtgrenze von 52.200 Euro überaus hoch. Hier wäre anzudenken, auch dem Durchschnittsverdiener die freie Wahl zu lassen und den Eintritt in die PKV zu ermöglichen.

Zu den Plänen einer Abschaffung der PKV durch Grüne, SPD und Linke weist der PKV -Verband darauf hin, dass in kürzester Zeit 30.000 Arztpraxen geschlossen würden und rund 140.000 weitere Praxen erheblich Einbußen hinnehmen müssten. Zudem seien im gesamten Gesundheitswesen rund fünf bis zehn Prozent der Arbeitsplätze gefährdet, was 200.000 bis 400.000 Menschen entspricht.

Man mag das alles als Wahlkampf abtun. Die Argumente der PKV werden aber eifrig diskutiert. Allein der Spiegel-Artikel zählt bereits 240 Kommentare, was auf die enorme Relevanz dieses Thema hindeutet.

 

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