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PKV -Verband: Bürgerversicherung erzeugt Zwei-Klassen-Medizin

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Im Allgemeinen wird eher der Existenz einer  Privaten Krankenversicherung (PKV) die Verantwortung für das vermeintliche Zwei-Klassen-System in der Krankenversicherung zugeschrieben. Der PKV-Verband sieht es genau umgekehrt.

Im Versicherungsjournal wird auf die derzeitige Debatte zur Bürgerversicherung Bezug genommen. Dabei droht nach Ansicht des PKV -Verbands die Gefahr, dass eine vereinheitlichte Bürgerversicherung bzw. „staatlich verwaltete Einheitskasse“ deutlich schneller in die Zwei-Klassen-Medizin führt.

Der Verband nimmt damit Bezug auf die Forderung der „Linken“, die für den heutigen Mittwoch eine  Expertenanhörung zum Thema Bürgerversicherung in der Kranken- und Pflegeversicherung vor dem Gesundheitsausschuss durchgesetzt hat. Hierzu wurden jedoch keinerlei Stellungnahmen der führenden Verbände eingeholt, was angesichts der deutlichen Ablehnung, beispielsweise durch die führenden Zahnarztverbände, erstaunlich ist.

Würde die Bürgerversicherung eingeführt, so der PKV -Verband, so sei die exklusive Privatmedizin rationalisiert und stünde nur noch den Reichen zur Verfügung. Zudem wird die Bürgerversicherung als „Strafsteuer auf qualifizierte Arbeitsplätze“ angesehen, was sich vor allem dann auswirkt, wenn die Beitragsbemessungsgrenzen wegfallen.

Ob der Austausch der Argumente etwas bringt? Hier darf man skeptisch sein, denn in Wahlkampfzeiten scheinen sich die Fronten eher zu verhärten. Da ist das Statement der  Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) und der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) schon fast ausgleichend zu nennen. Hier wird zwar der Bürgerversicherung eine Absage erteilt, zugleich aber die PKV zu einer Reformierung aufgerufen.

Dass diese wohl erst nach den Wahlen  stattfindet, dürfte feststehen.

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