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PKV und GKV: seit wann existiert das zweigliedrige Gesundheitssystem?

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Da die Diskussion über die Zukunft der Privaten Krankenversicherung (PKV) im Zuge der Neubildung der Großen Koalition eine kleine Verschnaufpause einlegt, ist Zeit für einen kurzen Blick auf die Entstehung des zweigliedrigen Systems. Dieses geht auf das Jahr 1883 und den damaligen Reichskanzler Otto von Bismarck zurück.

HC Consulting hat sich die Mühe einer Recherche gemacht und zeichnet den Weg noch einmal nach. Bismarck war es, der die gesetzliche Krankenkasse für Arbeiter bzw. Angestellte einführte. Auf der Strecke blieben indes Besserverdiener, Selbstständige, Handwerker und Gewerbetreibende und die zahlreichen Landarbeiter.

Aus Kostengründen hätten diese nicht auch noch in die Krankenkassen aufgenommen werden können, sodass als Pendant die privaten Krankenversicherungen (PKV) geschaffen wurden. Die Nationalsozialisten setzten während ihrer Herrschaft auf eine Art der Bürgerversicherung und das Volksversorgungswerk, was sich aber schon seinerzeit nicht durchsetzte. Vielmehr war es so, dass nur diejenigen in den Krankenkassen bleiben durften, die pflichtversichert waren, sodass sich die Zahl der PKV -Versicherten verdreifachte.

In der Bundesrepublik blieb das PKV -System erhalten, während in der DDR eine Einheitsversicherung an deren Stelle trat. Die BRD erlebte zunächst eine Ausweitung der gesetzlichen Krankenkassen, die jedoch ab 1972 wieder „verschlankt“ wurden. So bleibt das System in etwa so erhalten, wie es vor mehr als 130 Jahren war. Und könnte auch noch eine Weile in dieser Weise weiterexistieren.

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