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PKV und GKV hinken bei Digital Health hinterher

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Wenn es um den Wachstumsmarkt „Digital Health“ geht, hinken die deutschen Gesundheitsanbieter nach Ansicht mancher Experten deutlich hinterher. So erfolgt ein Großteil der Leistungen und auch die Verwaltung der Verträge weiterhin analog und auch Bereiche wie Prävention und Therapie sind noch lange nicht im digitalen Zeitalter angekommen.

Die hc consulting AG berichtet in diesem Kontext beispielsweise von eine Technik, bei der ein Scan der Netzhaut bereits ausreicht, um das Risiko eines Herzinfarkts zu ermitteln. Vorgestellt wurde die Technologie vom US-Internet-Giganten Google und scheint sich mancherorts bereits bewährt zu haben.

Auffällig ist zudem, dass von den Geldern, die weltweit für Digital Health ausgegeben werden, lediglich 0,5 Prozent in Deutschland landen. In den USA werden hingegen 75 Prozent ausgegeben und offenbar teilen bereits die Hälfte der Menschen ihre Gesundheitsdaten mit einem der großen Internetkonzerne. Ob diese Entwicklung positiv zu nennen ist, sei an dieser Stelle dahingestellt aber ein Mitmischen von Google, Amazon und Co. auf einem Markt mit 72 Millionen Versicherten in den gesetzlichen Krankenkassen und neun Millionen PKV -Kunden ist sicherlich zu erwarten.

Hinzu kommt, dass hierzulande eine enorme medizinische Inflation in Höhe von 1,5 Prozent gegenüber einem Prozent bei der allgemeinen Inflation beträgt. Der Wert ist also stolze 50 Prozent höher, was enorm ins Gewicht fällt. Man darf gespannt sein, ob und wie Telemedizin, elektronische Patientenakten und andere digitale Methoden dazu beitragen, diese Entwicklung zu verändern.

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