Rundum Versicherungsblog

Schadensregulierung, Berufsunfähigkeit und PKV News

PKV und der clevere Umgang mit der Selbstbeteiligung

| Keine Kommentare

Wer eine private Krankenversicherung abgeschlossen hat, kann durch eine Selbstbeteiligung bzw. einen Selbstbehalt (SB) eine Menge Geld sparen. Was viele nicht wissen: die Tarife lassen sich individuell „stricken“ und so ist keineswegs erforderlich, dass alle enthaltenen Leistungen in den SB fallen.

KV-Fux hat das Thema aufgegriffen und weist darauf hin, dass der Selbstbehalt maximal 5.000 Euro im Jahr betragen darf, was sich aus dem Versicherungsvertragsgesetz ergibt. Zudem lassen sich Vorsorgeuntersuchungen ausnehmen und werden dann auf jeden Fall von der PKV übernommen.

Zu unterscheiden ist zwischen der absoluten SB mit einem festgelegten jährlichen Betrag sowie einer prozentualen SB, die sich mit einem absoluten Wert begrenzen lässt. Letzte Herangehensweise erfordert naturgemäß einen etwas größeren Verwaltungsaufwand, weil stets von der Versicherung gezahlt wird und keine Jahre ohne Behandlungskosten existieren. Zuletzt ist ein SB auch auf bestimmte Bausteine der Versicherung anwendbar.

Fest steht, dass sich der Selbstbehalt vor allem für Selbstständige und Freiberufler lohnt. Es existiert zwar ein Risiko und es sollten entsprechende Rücklagen vorhanden sein, doch wird dies durch höhere Ersparnisse mehr als kompensiert. Problematisch kann dabei sein, dass eine Erhöhung der SB zwar jederzeit möglich ist, die PKV allerdings bei einer Senkung oder gar einer Aufhebung meist nicht mitspielt.

In steuerlicher Hinsicht wirken sich Selbstbehalte negativ aus, da sie sich nicht absetzen lassen. Entsprechend kommt nur das Ansetzen als außergewöhnliche Belastung in Frage, was aber meist an den hoch gesteckten Belastungsgrenzen scheitert.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.