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PKV und Corona: wird nun der Standardtarif geöffnet?

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Die Corona Krise betrifft auch (oder vor allem) Selbstständige und Kulturschaffende. Zu deren Entlastung fordert der Bund der Versicherten (BdV) nun eine Öffnung der Standardtarife in der Privaten Krankenversicherung (PKV). Als Begründung werden Zahlungsschwierigkeiten genannt und die Forderung des BdV richtet sich explizit an Bundesregierung und den Deutschen Bundestag.

Details hierzu verrät Pfefferminizia und verweist auf die Einführung des Standardtarifs im Jahr 1994 und dessen Schließung für Neuversicherte im Jahr 2009. Die Zahl der Selbstständigen in der PKV beläuft sich derzeit auf 1,1 Millionen, wobei keine Angaben über den Anteil derjenigen mit Zahlungsproblemen existieren. Der Forderung angeschlossen hat sich bereits der Verband der Privaten Krankenversicherungen (PKV), während die Bundesregierung derzeit eher an eine Öffnungs des Basistarifs denkt. Letztere hat kostenseitig ebenfalls Vorteile und kann dazu führen, dass ein Schutz entsprechend der gesetzlichen Krankenversicherung ganz ohne eigene Beteiligung aufrecht erhalten wird. Das Problem ist allerdings, dass der Weg zurück in den regulären und ursprünglich gewählten Tarif nicht möglich ist. Anders formuliert, gelten dann wieder dieselben Gesundheitsprüfungen und es drohen Risikozuschläge. Beim Standardtarif werden hingegen auch Altersrückstellungen eingerechnet, was als Vorteil gilt.

Ermangelst einer klaren gesetzlichen Regelung sind Versicherte in der PKV derzeit auf Kulanz angewiesen. Manche Versicherer bieten den vorübergehenden Wechsel in einen leistungsschwächeren und günstigeren Tarif unter Zusicherung einer „Rückwegs“ ohne zusätzliche Prüfung. Andere stunden wiederum die Beiträge und verlangen hierfür keinerlei Zinsen. Alternativen sind jedoch hoch willkommen.

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