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PKV und BU: Burnout von der WHO als Syndrom anerkannt

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Burnout wurde erstmal von der Weltgesundheitsorganisation WHO als eigenes Syndrom anerkannt und zudem ein direkter Zusammenhang zu Arbeit hergestellt. Für eine Fülle von Betroffenen bedeutet dies die Anerkennung ihrer gesundheitlichen Problematik, die nun in einem Katalog mit 55.000 anderen Krankheiten steht. Doch welche Implikationen ergeben sich für den Versicherungsbereich.

Der Spiegel weist zunächst einmal  darauf hin, dass Burnout nachwievor keine eigenständige Krankheit darstellt. Zu finden ist das Syndrom unter ICD-11, wobei ein neues Klassifizierungssystem für 2022 geplant ist. Fakt ist jedoch, dass Burnout sowohl für eine Private Krankenversicherung (PKV) als auch für die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) enorme Kosten verursacht.In der BU kann die Auswirkung der Entscheidung der WHO als gering eingestuft werden. Bereits zuvor wurden Symptome von Burnout zwar nicht näher spezifiziert aber unter ICD-10 im Katalog der Krankheiten geführt. Hier geht es nur darum, dass aus psychischen Gründen der bisherige Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann. Es ist allerdings auch möglich, dass Burnout als Vorerkrankung ausgeschlossen wird.

Bei der PKV ist es letztlich genauso. In den Vertragsbedingungen ist eher allgemein von psychischen Erkrankungen die Rede und ob diese nun als Burnout oder etwas anderes bezeichnet werden, hat auf den Versicherungsschutz keinen Einfluss. Hinzu kommt, dass die Verträge ohnehin sehr spezifisch ausgehandelt werden und sich nicht am Katalog der WHO orientieren.

 

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