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PKV und Altersrückstellungen: werden Wechsel bald deutlich leichter?

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Bislang galt der Wechsel in eine andere Private Krankenversicherung (PKV) als problematisch. Der Grund: die Altersrückstellungen können in aller Regel nicht mitgenommen werden und gehen daher verloren. Dahinter steht keineswegs Bosheit seitens der Versicherungskonzerne sondern auch die Verantwortung gegenüber dem Kollektiv der PKV -Versicherten.

Dennoch scheint nun Bewegung in das recht statische System zu kommen. So schreibt die Süddeutsche Zeitung darüber, dass mit Hans Olav Herøy ein Vorstandsmitglied der HUK-Coburg ein Umdenken in der Branche fordert. Wohlgemerkt: es geht dabei um rund 247 Milliarden Euro, die als Altersrückstellungen bei den PKV gebunkert sind und somit frei würden.Folgt man der Argumentation des Versicherungsexperten, so ist ein entsprechendes Wechselmodell mathematisch darstellbar und auch ein Schaden für das Kollektiv sowie einzelne Versicherte ließe sich abwenden. Anzudenken ist ein Ausgleichsverfahren innerhalb der Branche, dank dem einzelne Versicherte ein Plus ein Freiheit gewännen. Problematisch könnte in diesem Kontext der Wechsel von Personen mit Vorerkrankungen oder in akuten Behandlungssituationen sein, da diese die Finanzen der PKV in erheblichem Maße belasten.

PKV -Versicherte deren Police nach 2009 abgeschlossen wurde, haben schon jetzt das Recht, einen Teil ihrer Rückstellungen mitzunehmen. Die Folge war bislang keine Zunahme der Wechsel, womit sich die ursprüngliche Befürchtung der Branche nicht bewahrheitete. Man darf gespannt sein, ob jetzt noch mehr Dynamik in den Markt kommt und vor allem: welcher Anbieter den Anfang macht.

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