Rundum Versicherungsblog

Schadensregulierung, Berufsunfähigkeit und PKV News

PKV übt Kritik am neuen Arzneimittelversorgungsgesetz

| Keine Kommentare

Stellt der neue Entwurf für das Arzneimittelversorgungsgesetz eine Benachteiligung für die Privaten Krankenversicherungen (PKV) dar? Zumindest seitens des PKV-Verbands werden diesbezügliche Befürchtungen laut.

AssCompact dokumentiert die Thematik und informiert darüber, dass der Gesetzesentwurf eine Fortführung des gesetzlichen Herstellerrabatts bis ins Jahr 2022 bedeutet. Hintergrund ist der Wunsch nach einer langfristigen Finanzierbarkeit des Gesundheitssystems, wobei nach aktuellem Stand die gesetzlichen Krankenversicherungen bevorzugt würden.

Grundsätzlich wird der Entwurf eines „Gesetzes zur Stärkung der Arzneimittelversorgung in der GKV“ (GKV-Arzneimittelversorgungsstärkungsgesetz – AMVSG)“ begrüßt, lässt jedoch nach Ansicht der PKV die öffentliche Auflistung der vereinbarten Erstattungsbeiträge vermissen. In der Folge befürchtet der Verband der privaten Krankenversicherer Mehrausgaben und wünscht sich daher eine Flankierung durch weitere Gesetze, die diese verhindern.

Zudem besteht eine Benachteiligung für Selbstzahler, die naturgemäß nicht von den Vergünstigungen durch die Arzneimittelhersteller profitieren und daher unter dem Strich mehr zahlen müssen.

In Kraft treten soll die neue Regelung im Jahr 2017 – eine Zustimmung durch den Bundesrat ist in diesem Fall nicht erforderlich, sodass es auch kein Risiko umfassender (Wahlkampf-)debatten geben dürfte.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.