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PKV übernimmt die Kosten für eine der teuersten medizinischen Behandlungen

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Zolgensma gilt als das teuerste Medikament der Welt. Wer in der Privaten Krankenversicherung (PKV) versichert ist, darf sich auf eine Erstattung der Kosten für das Gentherapie-Präparat freuen. Sobald Zolgensma auf dem Markt ist, werden die PKV laut Information des Blattes der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) die Kosten übernehmen.

Entsprechendes vermeldet Versicherungswirtschaft heute und weist auf einen Versorgungsvertrag zwischen den Versichereren und dem Pharmaunternehmen Avexis hin. Behandelt werden Säuglinge und Kleinkinder, die unter einer spinalen Muskelatrophie (SMA) leiden. Die einmalige Gabe des Medikaments schlägt mit mehr als zwei Millionen Euro zu Buche.In Deutschland existieren Jahr für Jahr rund 50 Fälle des genetisch bedingten Muskelleidens. Im Verlauf der Krankheit wird irgendwann auch die Atmung betroffen, sodass diese zum Tod führen kann. Zolgensma ist in der Lage, das menschliche SMN-1 Gen funktional zu kopieren, sodass die Krankheit gestoppt wird. Anders formuliert, handelt es sich um eine neuartige Gentherapie.

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hatte zwischenzeitlich ein so genanntes „Härtefallprogramm“ des Herstellers gebilligt, nach dem die Vergabe des teuren Medikaments über Los geregelt werden sollte. Diese Vorgehensweise war unter anderem vom Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) kritisiert worden. Offenbar möchten die gesetzlichen Krankenkassen nun ebenfalls zulassen und die Kosten übernehmen.

Laut PKV-Verbandsdirektor Florian Reuther wird durch den Vertrag mit dem Hersteller die nötige Rechtssicherheit erzielt und der Rahmen für die Kostenübernahme geschaffen.

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