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PKV: Übernahme von Psychotherapie nach GOÄ

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Oftmals wird der Privaten Krankenversicherung (PKV) vorgeworfen, sie leiste bei einer Psychotherapie deutlich schlechter als die gesetzlichen Krankenversicherungen. Das mag in Einzelfällen auch stimmen, lässt sich aber keineswegs pauschalisieren.

Der Versicherungsbote greift das leidige Thema nun noch einmal auf und weist darauf hin, dass jede Psychotherapie nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abgerechnet werden muss. Anders ausgedrückt, werden die Privaten Krankenversicherungen (PKV) ihrer Verantwortung gerecht und prüfen die eingereichten Belege genau.

Ich hatte erst vor kurzem über eine Erweiterung des Leistungsspektrums bei der PKV berichtet, die auch den Bereich Psychotherapie umfasst. Schon jetzt ist es aber so, dass eine PKV keineswegs willkürlich ablehnt, sondern stets gute Gründe hat. Der Knackpunkt liegt in der verwendeten Ziffer nach GOÄ. Wenn ein Psychologe nach der Ziffer 801 abrechnet, in der eine „eingehende psychiatrische Untersuchung – gegebenenfalls unter Einschaltung der Bezugs- und/oder Kontaktperson“ gemeint ist, muss bereits ein guter Grund vorliegen.

Für einfachere Untersuchungen ist eher die Ziffer 806 geeignet. Mit anderen Worten muss eine Abrechnung nach Ziffer 801 der GOÄ auch begründet werden und kann nicht einfach so auf die Arztrechnung gelangen. Bei Beschwerden beim Ombudsmann fehlten den Beschwerdeführern nahezu immer die Unterlagen, die eine Dringlichkeit und die Anwendung von Ziffer 801 rechtfertigten. Von Seiten der Privaten Krankenversicherungen (PKV) war somit die Ablehnung der medizinischen Notwendigkeit geradezu verpflichtend.

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