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PKV: Treuhänderstreit eskaliert weiter

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Der so genannten Treuhänderstreit zwischen verschiedenen PKV -Anbietern und deren Versicherten geht in eine neue Runde. Nachdem das OLG Celle unter dem Az: 8 U 57/18 erstmals den Versicherer Recht gegeben hatte, reagieren die Anwälte der beiden Parteien nun mit Kritik und Beschuldigungen.

Laut procontra online geht es dabei zunächst einmal um die Einschätzung des Celler Urteils als Einzelfall und fehlerhaft, die naturgemäß so nicht von den PKV geteilt wird. Die Brisanz liegt darin, dass die Richter in Celle die Befangenheit der Treuhänder erst gar nicht als relevant einschätzen und somit den Knackpunkt der Auseinandersetzung gewissermaßen umgehen.

Seitens des PKV-Verbands wird darauf hingewiesen, dass neben dem OLG Celle auch das Landgericht Darmstadt den Versicherern Recht gegeben hat und die Kläger durch Befangenheitsanträge nur weitere Niederlagen herauszögern möchten. Im Fall des Landgerichts Darmstadt hatte ein entsprechender Befangenheitsantrag erst einmal zu einer Vertagung des Prozesses geführt.

Umgekehrt wird von Seiten der Kläger kritisiert, dass mehrere Versicherer den Ausschluss der Öffentlichkeit beantragen und somit — Zitat — „Geheimprozesse“ führen wollten. Es stellt sich in diesem Kontext allerdings die Frage, ob vor Gericht nicht auch Geschäftsgeheimnisse der Versicherungen und Treuhänder verhandelt würden, die nun einmal nicht offen kommuniziert werden müssen.

Es ist zu hoffen, dass der BGH bald ein bindendes Urteil spricht, damit die Streitigkeiten ihr Ende finden und wieder Klarheit herrscht.

 

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