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PKV: Teurer Kalkulationsfehler bei der DKV

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Des einen Freud‘ ist des andern Leid – entsprechend dieses altväterlichen Sprichworts ließe sich auch der Kalkulationsfehler bei der DKV kommentieren. Bei der Berechnung eines Tarifs in der Privaten Krankenversicherung (PKV) muss vermutlich ein Defizit in Höhe von 70 Millionen Euro in Kauf genommen werden.

Darüber berichtet der Versicherungsbote und wird dann auch konkreter. Es handelt sich um den Tarif BestMed 4, bei dem Versicherte eine Beitragsgarantie bis zum 31. März 2015 erhalten haben.

Bereits im Jahr 2013 mussten aufgrund des Rechenfehlers Rücklagen in Höhe von 39 Millionen Euro eingeplant werden und auch 2014 sind Rücklagen fällig, um die Verluste in der PKV aufzufangen. Bei der Kalkulation war eine Position doppelt berücksichtigt worden, sodass die Beiträge für 58.000 Versicherte neu berechnet werden mussten.

Die Folge bestand in Rückzahlungen für das Jahr 2008, die sich teilweise auf bis zu 4.000 Euro beliefen. Selbst Kunden, die bereits ihre PKV gekündigt haben, kommen noch in den Genuss der Rückerstattungen.

Im Rahmen der Neukalkulation musste zum 1. April 2014 eine Beitragsanpassung durchgeführt werden, die allerdings aufgrund der Beitragsgarantie nicht an die Versicherten weitergegeben werden kann.

Das „dicke Ende“ lauert dann aber nach Ablauf der Garantiezeit. Schon jetzt wird klar, dass die Kunden ab dem 1. April 2015 im Durchschnitt 9,3 Prozent mehr für ihre PKV bezahlen müssen. Wem das zu viel ist, der kann allerdings von seinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen.

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