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PKV: Test privater Krankenversicherungen in der Kritik

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Es ist schon erstaunlich, wie unterschiedlich die Einschätzung der Privaten Krankenversicherungen (PKV) je nach eingenommener Perspektive ausfällt. Lassen wir die gewohnten Kritiker einmal beiseite und werfen wir einen Blick auf die Stiftung Warentest. Diese untersuchte 120 Tarife in der PKV und befand lediglich drei für „sehr gut“.

Bei procontra Online wird nun deutliche Kritik an den Testverfahren und tatsächlich auch an der Kompetenz der Tester laut. Ein Zitat lautet: „Versicherungen sind nun mal keine Smartphones, Waschmaschinen oder Fernseher.“ und bringt es auf den Punkt. Eine der Fragen die sich stellen ist die, weshalb das Preis-Leistungs-Verhältnis mit 80 Prozent in den Test eingeflossen ist.Das Problem dabei besteht darin, dass offenbar die Mindestanforderungen in qualitativer Hinsicht zu niedrig formuliert sind. Mit anderen Worten haben die Stiftung Warentester keineswegs „die besten PKV-Tarife“ verglichen und herausgepickt, sondern vielfach Tarife mit enormen Leistungslücken bewertet. Ein Beispiel sind private Krankenversicherungen, die maximal 30 Tage für die stationäre Psychiatrie übernehmen. Klingt für gesunde Ohren erst einmal gut, bedeutet jedoch, dass ein halbes Jahr Klinikaufenthalt bei Burn-Out oder Depression mit enormen Kosten aus eigener Tasche einhergeht.

Ein ähnliches Beispiel ist die Frage nach der Prothetik nach einem Unfall. Manche PKV zahlt die Standard-Prothese, vulgo: das Holzbein, andere greifen zu einem C-Leg und damit einem High-Tech-Produkt, das rund 46.000 Euro kostet. Ein enormer Unterschied, der im Test nicht deutlich wird. Die Liste der Beispiele ließe sich erweitern und offenbart die Unkenntnis der Tester.

Auch wird an verschiedenen Stellen mit veralteten Beiträgen kalkuliert bzw. werden nicht mehr gültige Tarife verglichen. Da soll man sich nicht wundern, wenn aus der Branche Kritik laut wird und sich eher von echten Versicherungsprofis beraten lassen.

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