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PKV- Test: Kritik an Stiftung Warentest

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Wenn es um kritische Berichterstattung zur Privaten Krankenversicherung (PKV) geht, scheinen hohe Leserinnen- und Leserzahlen vorprogrammiert. Das Thema ist dankbar, sei es hinsichtlich der angeblich so enormen Beitragssteigerung oder auch hinsichtlich der schlechten Beratung. Zuletzt hatte Stiftung Warentest ein hartes Urteil gefällt, das jedoch nach Ansicht von Versicherungsexperten nur zum Teil einer Überprüfung standhält.

Versicherungswirtschaft heute wirft einen Blick auf den zuletzt erschienenen Test in der Zeitschrift Finanztest von 12/2020. Die Testanordnung sah vor, dass Testpersonen nach Ansicht der Tester für einen Verbleib in der gesetzlichen Krankenkasse hätten beraten werden müssen. Zehn von 16 getesteten Beratern und Versicherungsvertretern oder -maklern sahen dies aber anders.Interessant ist jedoch, dass unter den Honorarberatern ebenfalls die Hälfte zu einem Wechsel in die PKV riet, obwohl hier keineswegs mehr Geld zu holen gewesen wäre. Es ist davon auszugehen, dass die Honorarberatung neutral ausfällt und so verwundert, dass 50 Prozent der Experten zu einem anderen Ergebnis kommen als die Stiftung Warentest. Ebenfalls ließe sich trefflich darüber streiten, ob Beratungsfirmen mit mehr als 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf eine Stichprobe von vier Personen reduziert werden können.

So kommt es, dass vor allem MLP sehr unzufrieden mit dem Test ist, was angesichts des „ausreichend (3,6)“ verständlich ist. Das Unternehmen spricht von einem „oberflächliche Studienbefund von Finanztest“, wobei allerdings auch die Verbraucherschutzzentrale NRW schon Kritik an manchen Vermittlern übte und das Urteil der Stiftung Warentest in vielen Bereichen teilt.

Was folgt daraus? Wir hatten bereits vor einigen Tagen im Rundumversicherungsblog darüber berichtet und es kann nur bekräftigt werden, dass mehrere Meinungen vor einem Wechsel genau das Richtige sind.

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