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PKV: Tarifwechselrecht wird fast immer beachtet

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Wenn eine Beeinträchtigung „nur gelegentlich“erfolgt, dann lässt sich durchaus von einem Erfolg sprechen. Entsprechendes vermeldet die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungs-Aufsicht (BaFin) und nimmt dabei Bezug auf das Tarifwechselrecht der privaten Krankenversicherer (PKV).

Im Versicherungsjournal wird das Thema aufgegriffen und darüber berichtet, dass Meldungen von Verstößen überaus selten vorkommen. Dabei widmet die BaFin dem Recht auf Tarifwechsel besonderes Augenmerk und verlässt sich nicht nur auf aktive Beschwerden seitens der Versicherten, sondern führt auch eigene Kontrollen durch.

Ein Verstoß liegt demnach auch schon vor, wenn eine systematische Beeinträchtigung durch Ablehnung oder verzögerte Bearbeitung erfolgt. Zudem sei es erforderlich, dass die Versicherer in der Wechselberatung auf die Wünsche der Versicherten eingeht.

In den wenigen Fällen, in denen das nicht reibungslos funktioniert, korrigieren die PKV -Anbieter nach kurzem Hinweis die Beeinträchtigungen. Lediglich in einem einzigen Fall musste die BaFin ein förmliches Verwaltungsverfahren einleiten. Es handelt sich dabei um ein Verfahren, dass 2010 gegen die Allianz Private Krankenversicherungs AG geführt wurde.

Auch hinsichtlich der Motivation für einen Tarifwechsel werden Informationen gegeben. So sind in der Regel finanzielle Motive ausschlaggebend, d.h. die monatlichen Prämienzahlungen sollen reduziert werden. Entscheidend ist dabei, dass die beiden Tarife gleichartig ausfallen, was jedoch nicht bedeutet, dass der Umfang exakt identisch sein muss.

Zuletzt weist die BaFin darauf hin, dass bei einem Tarifwechsel nicht nur Rechte des Versicherungsnehmer existieren, sondern dieser in manchen Fällen auch mit einer Gesundheitsprüfung, einem Risikozuschlag oder einem Leistungsausschluss rechnen muss.

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